Sicherheit, Prävention und Verantwortung: Unser Leitbild für den Spielerschutz

Glücksspiel kann süchtig machen. Diese Realität steht im Zentrum unserer Bemühungen um Spielerschutz. Der Schutz unserer Spieler steht über wirtschaftlichen Interessen.

Wichtiger Hinweis

Wir verstehen Glücksspiel als eine Form der Unterhaltung, die jedoch untrennbar mit Risiken verbunden ist. Als lizenzierter Anbieter sind wir uns unserer Verantwortung bewusst, nicht nur ein sicheres Spielumfeld zu bieten, sondern aktiv über Gefahren aufzuklären und präventive Maßnahmen zu ergreifen.

Der Schutz unserer Spieler steht über wirtschaftlichen Interessen. Wir verpflichten uns zur strikten Einhaltung der deutschen Gesetzgebung, insbesondere des Glücksspielstaatsvertrags 2021, und arbeiten eng mit Regulierungsbehörden und Hilfsorganisationen zusammen. Diese Seite dient dazu, Ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, Warnsignale zu erkennen und im Ernstfall sofortige Hilfe zu finden.

Die rechtliche Basis: Jugendschutz und Regulation

In Deutschland ist die Teilnahme an Glücksspielen streng gesetzlich geregelt. Die wichtigste Grundvoraussetzung ist die Volljährigkeit.

Kein Spiel unter 18 Jahren

Das Spielen ist Personen unter 18 Jahren gesetzlich verboten. Wir setzen modernste Verifizierungsverfahren ein, um sicherzustellen, dass keine Minderjährigen Zugriff auf unser Angebot haben. Sollten wir feststellen, dass ein Nutzer minderjährig ist oder falsche Angaben zum Alter gemacht hat, werden sämtliche Gewinne einbehalten, das Konto gesperrt und die zuständigen Behörden informiert.

Wir appellieren auch an Eltern und Erziehungsberechtigte: Nutzen Sie Filtersoftware (wie z.B. Net Nanny oder CyberSitter), um den Zugriff auf Glücksspielseiten für Minderjährige auf Ihren häuslichen Geräten zu blockieren. Lassen Sie Ihre Endgeräte nicht unbeaufsichtigt, wenn Sie eingeloggt sind.

Selbstreflexion: Erkennen Sie die Warnsignale

Spielsucht (pathologisches Spielen) entwickelt sich oft schleichend. Es ist entscheidend, das eigene Verhalten regelmäßig kritisch zu hinterfragen. Ein problematisches Spielverhalten liegt oft vor, lange bevor massive finanzielle Verluste entstehen.

Verhaltensänderungen und Warnsignale

  1. Gedankliche Vereinnahmung: Ihre Gedanken kreisen im Alltag häufig um das nächste Spiel oder vergangene Spielsituationen.
  2. Dosissteigerung: Sie müssen Einsätze erhöhen, um noch den gleichen Nervenkitzel oder die gleiche Erregung zu spüren.
  3. Verlustjagd (Chasing Losses): Sie versuchen, verlorenes Geld durch erneutes, oft riskanteres Spielen schnell wiederzugewinnen.
  4. Entzugserscheinungen: Sie reagieren gereizt, unruhig oder nervös, wenn Sie versuchen, das Spielen einzuschränken oder aufzugeben.
  5. Realitätsflucht: Sie spielen, um negativen Gefühlen wie Hilflosigkeit, Schuld, Angst oder Depressionen zu entkommen.
  6. Verheimlichung: Sie lügen Familienmitglieder oder Therapeuten an, um das Ausmaß Ihres Spielverhaltens zu vertuschen.
  7. Gefährdung wichtiger Beziehungen: Sie haben wegen des Spielens bereits Beziehungen, den Arbeitsplatz oder Bildungschancen gefährdet oder verloren.
  8. Fremdfinanzierung: Sie verlassen sich auf andere, um Geld für das Spiel zu erhalten oder durch das Spiel verursachte Schulden zu begleichen.
  9. Kontrollverlust: Mehrfache Versuche, das Spielen zu kontrollieren, einzuschränken oder aufzugeben, sind gescheitert.
  10. Schuldgefühle: Nach dem Spielen fühlen Sie sich oft schlecht, schuldig oder beschämt.

Selbsttest

Stellen Sie sich ehrlich folgende Fragen:

  • Haben Sie schon einmal Geld eingesetzt, das eigentlich für Miete oder Lebensmittel gedacht war?
  • Haben Sie das Gefühl, erst dann glücklich zu sein, wenn Sie spielen?
  • Bleiben Sie länger im Spiel eingeloggt, als Sie es sich vorgenommen haben?
  • Haben Sie sich schon einmal Geld geliehen, um spielen zu können?

Wenn Sie auch nur eine dieser Fragen oder Warnsignale mit "Ja" beantworten, besteht dringender Handlungsbedarf. Nutzen Sie die untenstehenden Kontaktmöglichkeiten.

Präventive Strategien: So behalten Sie die Kontrolle

Verantwortungsvolles Spielen beginnt im Kopf, bevor der erste Einsatz getätigt wird. Um das Risiko zu minimieren, empfehlen wir folgende Verhaltensregeln:

  • Das Budget festlegen: Bestimmen Sie vor Spielbeginn einen fixen Geldbetrag, den Sie maximal verlieren können. Betrachten Sie dieses Geld als "Kosten für Unterhaltung", ähnlich wie eine Kinokarte. Wenn es weg ist, ist das Spiel vorbei.
  • Keine Gewinngarantie: Gehen Sie niemals davon aus, dass Sie gewinnen werden. Glücksspiel basiert auf Zufall. Es gibt keine Systeme oder Strategien, die dauerhafte Gewinne garantieren.
  • Zeitmanagement: Setzen Sie sich ein zeitliches Limit. Nutzen Sie einen Wecker oder Alarm, um sich daran zu erinnern, wann es Zeit ist aufzuhören.
  • Klarer Kopf: Spielen Sie niemals unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder starken Medikamenten. Diese Substanzen beeinträchtigen Ihr Urteilsvermögen und erhöhen die Risikobereitschaft massiv.
  • Stimmungslage beachten: Meiden Sie das Glücksspiel, wenn Sie aufgebracht, depressiv, wütend oder emotional instabil sind. Glücksspiel ist kein Problemlöser.
  • Pausen einlegen: Machen Sie regelmäßig Pausen. Verlassen Sie den Bildschirm, gehen Sie an die frische Luft. Dies hilft, den "Tunnelblick" zu vermeiden und rationale Entscheidungen zu treffen.

Technische Hilfsmittel zur Selbstkontrolle

Gemäß den Vorgaben des deutschen Glücksspielstaatsvertrags und unserer eigenen Überzeugung bieten wir Ihnen diverse technische Möglichkeiten, Ihr Spielverhalten aktiv zu steuern. Wir empfehlen dringend, diese Tools bereits bei der Registrierung einzurichten.

Einzahlungslimits

Sie können festlegen, wie viel Geld Sie pro Tag, Woche oder Monat einzahlen dürfen. In Deutschland gilt ein anbieterübergreifendes monatliches Einzahlungslimit (LUGAS), wir ermöglichen Ihnen jedoch, individuell niedrigere Grenzen zu setzen. Eine Erhöhung des Limits tritt erst nach einer gesetzlichen Wartezeit (in der Regel 7 Tage) in Kraft, während Senkungen sofort wirksam werden.

Zeitlimits und Sitzungsdauer

Bestimmen Sie, wie lange Sie pro Sitzung spielen möchten. Nach Ablauf der Zeit werden Sie automatisch ausgeloggt oder benachrichtigt.

Verlustlimits

Legen Sie fest, wie viel Ihres Guthabens Sie in einem bestimmten Zeitraum maximal verlieren dürfen. Ist die Grenze erreicht, sind keine weiteren Einsätze möglich.

Reality Check

In regelmäßigen Abständen (in Deutschland zwingend nach einer Stunde) wird das Spiel unterbrochen. Ein Pop-up informiert Sie über die verstrichene Zeit sowie über Ihre Gewinne und Verluste. Sie müssen aktiv bestätigen, dass Sie diese Information zur Kenntnis genommen haben, bevor Sie weiterspielen können. Nach einer Stunde Spielzeit erfolgt zudem eine obligatorische Spielpause von 5 Minuten.

Der "Panik-Button"

Auf unserer Oberfläche finden Sie jederzeit sichtbar den sogenannten Panik-Button. Ein Klick darauf löst eine sofortige, kurzzeitige Sperre von 24 Stunden aus. Dies dient als Notbremse, wenn Sie merken, dass Sie die Kontrolle verlieren.

Das OASIS-Sperrsystem: Ihr Recht auf Ausschluss

Ein zentrales Element des Spielerschutzes in Deutschland ist das bundesweite Sperrsystem OASIS (Onlineabfrage Spielerstatus). Dieses System wird vom Regierungspräsidium Darmstadt verwaltet und gilt für alle lizenzierten Glücksspielanbieter in Deutschland (Online-Casinos, Sportwetten, Spielhallen, Spielbanken).

Wie funktioniert eine Sperre?

Eine Sperre in OASIS bewirkt, dass Sie sich bei keinem legalen Glücksspielanbieter in Deutschland mehr einloggen oder spielen können. Es gibt zwei Arten der Sperre:

  1. Selbstsperre: Sie beantragen den Ausschluss selbst, weil Sie Ihr Spielverhalten als problematisch empfinden. Die Mindestdauer beträgt 3 Monate. Wenn Sie keine Dauer angeben, beträgt sie standardmäßig ein Jahr.
  2. Fremdsperre: Der Anbieter (wir) oder Dritte (z.B. Familienangehörige) können eine Sperre beantragen, wenn deutliche Hinweise auf Spielsucht oder finanzielle Überschuldung vorliegen. Vor einer Fremdsperre erhalten Sie Gelegenheit zur Stellungnahme.

Wie beantrage ich eine Selbstsperre?

Sie können die Sperre direkt über unsere Webseite initiieren oder sich direkt an das Regierungspräsidium Darmstadt wenden. Das Formular und weitere Informationen finden Sie hier: www.oasis-spiel.de

Beendigung der Sperre

Wichtig: Eine Sperre endet nicht automatisch nach Ablauf der Frist. Sie müssen einen schriftlichen Antrag auf Aufhebung der Sperre beim Regierungspräsidium Darmstadt stellen. Erst nach Prüfung und Ablauf der Frist kann die Teilnahme am Glücksspiel wieder freigegeben werden.

Externe Hilfe und Beratungsstellen

Es ist ein Zeichen von Stärke, sich Hilfe zu suchen. Wenn Sie oder ein Angehöriger Probleme mit dem Glücksspiel haben, stehen Ihnen in Deutschland professionelle, kostenlose und auf Wunsch anonyme Beratungsangebote zur Verfügung. Zögern Sie nicht, diese zu kontaktieren.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die BZgA bietet umfassende Informationen und ein Beratungstelefon.

Telefon: 0800 1 37 27 00 (Kostenlos und anonym)

Webseite: www.bzga.de

Informationsportal: www.check-dein-spiel.de

Hier finden Sie Selbsttests, ein Ausstiegsprogramm und Adressen von Beratungsstellen in Ihrer Nähe.

Landesfachstellen für Glücksspielsucht

Hier finden Sie spezifische Hilfe in Ihrem Bundesland.

Webseite: www.spielen-mit-verantwortung.de

Diese Seite bietet eine exzellente Übersicht über Hilfsangebote und tiefgehende Informationen zur Prävention.

Anonyme Spieler (Gamblers Anonymous)

Selbsthilfegruppen, in denen sich Betroffene gegenseitig unterstützen.

Suchen Sie online nach lokalen Gruppen der "Anonymen Spieler" in Ihrer Stadt.

Informationen für Angehörige und Freunde

Spielsucht betrifft nie nur den Spieler allein – das Umfeld leidet mit. Wenn Sie vermuten, dass ein Partner, Freund oder Familienmitglied ein Glücksspielproblem hat, ist richtiges Handeln entscheidend.

Wie erkenne ich das Problem bei anderen?

  • Unerklärliche finanzielle Engpässe oder verschwindende Wertsachen.
  • Rückzug aus dem sozialen Leben und Vernachlässigung von Hobbys.
  • Stimmungsschwankungen, Unruhe oder Aggressivität.
  • Lügen über den Aufenthaltsort oder die Verwendung von Geld.

Was können Sie tun?

  1. Sprechen Sie es an: Wählen Sie einen ruhigen Moment, nicht direkt nach einem Streit. Schildern Sie Ihre Beobachtungen und Ihre Sorge, ohne Vorwürfe zu machen (Ich-Botschaften: "Ich mache mir Sorgen, weil...").
  2. Kein Geld leihen: Dies ist der wichtigste und schwerste Punkt. Wenn Sie Spielschulden begleichen oder Geld leihen, verlängern Sie das Suchtverhalten (Co-Abhängigkeit). Der Spieler muss die Konsequenzen seines Handelns spüren, um eine Änderungsmotivation zu entwickeln.
  3. Holen Sie sich selbst Hilfe: Die oben genannten Beratungsstellen (BZgA, Landesfachstellen) bieten auch Beratung für Angehörige an. Sie müssen diese Situation nicht allein bewältigen.
  4. Schützen Sie sich: Sichern Sie Ihre eigenen Konten und Wertsachen.

Fazit: Wir sind für Sie da

Unser Ziel ist es, Ihnen eine sichere Plattform zu bieten. Wir überwachen Spielmuster mithilfe von Algorithmen, um problematisches Verhalten frühzeitig zu erkennen und einzuschreiten. Sollten Sie Fragen zu unseren Limits, zur OASIS-Sperre oder zum Spielerschutz im Allgemeinen haben, steht Ihnen unser speziell geschulter Kundenservice jederzeit zur Verfügung.

Bitte spielen Sie mit Verantwortung. Wenn der Spaß aufhört, hören Sie auf.